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oder: die „Brenkhäuser Kulturrevolution“, ein großer Feldversuch, der scheiterte Schulstrasse, auf der Brücke der Schelpe


  1. Flurbereinigung: innerhalb des „Pilot-Projektes Flurbereinigung“ kam es zwischen den Jahren 1958-1969 zu der Zusammenlegung von Ackerflächen und im Anschluss zu der Aussiedlung der Bauernhöfe aus dem Dorfkern. Die vielen kleinen Flurstücke wurden zu größeren zusammenhängenden Ackerflächen zusammengefasst, um damit eine bessere Bewirtschaftung zu Ermöglichen. Infolgedessen wurden die ausgesiedelten Bauernhöfe neu gebaut („Bodenreformgesetzt“).

 

  1. Nach der Flurbereinigung ging es anschließend mit der Dorfsanierung weiter:

Durch die vielen Erfahrungen mit dem Hochwasser, wurde im Rahmen der Dorfsanierung der Verlauf der Schelpe im Dorfkern tiefer gelegt und begradigt. Was ist aus der Schelpe                                geworden?  Der Bachlauf ist jetzt ein Betonsarg. „Er gleicht eher einer städtischen Kanalisation, es fehlt nur noch der Deckel drauf“. Ergebnis: Der heutige Bachlauf! Ein Betonkanal, der                    nichts Lebendiges in sich trägt.

Die Domäne Brenkhausen löste man auf, die Bewohner zogen aus und die Gebäude blieben leer stehen. Auf einen Teil der Ackerfläche der Domäne haben sich u. a. „Heimatvertriebene“ aus Schlesien und Ostpreußen angesiedelt, so entstanden die Bauernhöfe entlang der Straße „Grasweg“.

Das Straßenbild veränderte sich stark: Dorfstraßen wurden verbreitert, Straßenverläufe verändert, komplett neue Straßen entstanden, alte Straßen aufgegeben oder umbenannt, so z. B. die Hauptstraße in Kreisstrasse oder die „Bergstrasse“ in „Am Heineberg“.

Folge: Eine Übersanierung oder Totsanierung des Dorfes. Böse Zungen sprechen von einem Kahlschlag oder von einem „Dorf mit Reisbettmuster erstellt“.

Ergebnis: Es sind so gut wie keine Altbauten mehr vorhanden, Alt-Brenkhausen ist „über Nacht, wie vom Erdboden verschluckt“ verschwunden.

 

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